Der neue in grellem lumilectric magno lackierte Flügeltürer wird von vier separaten Elektromotoren befeuert, welche es gemeinsam auf stolze 533 PS und ein Drehmoment von 880 Newtonmeter bringen. Im Vergleich zu den gewöhnlichen Radnabenmotoren sind sie sehr radnah angebracht und minimieren damit die ungefederten Massen deutlich mehr. Eine weitere Besonderheit ist, dass jede Achse über ein eigenes Getriebe verfügt.
Für den Sprint von Null auf Tempo 100 vergehen bei dem Elektrosportler gerade mal vier Sekunden, der Topspeed wurde vorsichtshalber auf 250 Stundenkilometer begrenzt. Gegenüber der Benzinversion des SLS AMG hat der elektrische Bruder wegen des Allradantriebs leicht Vorteile bei der Traktion.
Als Energiespeicher im E-Cell dient eine Lithium-Ionen-Batterie, die flüssigkeitsgekühlt ist und eine Kapazität von 40 Amperestunden sowie über einen Energiegehalt von 48 Kilowattstunden verfügt. Außerdem wurde in dem Flügeltürer ein Bremsenergie-Rückgewinnungssystem verbaut. Laut Mercedes soll die Reichweite rund 150 Kilometer betragen.
Im Vergleich zum Benziner hat sich bei dem ultrasteifen Alu-Spaceframe des SLS AMG E-Cell nichts geändert. Allerdings gibt es bei der Vorderachse der Elektroversion große Unterschiede zum Benziner. Weil bei dem Elektro-Flügeltürer auch die vorderen Räder angetrieben werden, haben die Schwaben statt einer gewöhnlichen Doppelquerlenker-Achse sogenannte Pushrods verbaut.
Einige kleine Unterschiede gibt es beim Design des AMG E-Cell. Der Elektrosportler besitzt LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht sowie einen neuen Kühlergrill. Außerdem ist die Frontschürze ein wenig weiter nach vorn gerückt, was zusammen mit dem ausfahrbaren Frontsplitter für eine bessere Unterbodenanströmung und damit mehr Abtrieb sorgt.
Im Innenraum sticht sofort der riesige Touchscreen ins Auge, welcher den Fahrer mit allen wichtigen Infos versorgt, wie beispielsweise den jeweiligen Kraftfluss oder die restliche Reichweite. Schon im Jahr 2013 könnte der Mercedes eine Kleinserie des SLS AMG E-Cell auf den Markt bringen.