Ist es nicht schön in der Zeit der eher Einheitsklassen-orientierten Fahrzeugfertigung auch mal etwas Nostalgie zu erleben und das mit aktueller Technik? Dem Wunsch kann nun nachgekommen werden, denn die Schweizer Autoschmiede H.M.C. (Helvetic Motor Company) bauen mit dem Hidalgo einen echten Klassiker nach. Doch ebenso hoch wie sein Ansehen wird auch der Preis sein.
Damals im Blockbuster war Hidalgo zwar noch ein Pferd, dieses kann aber von sich behaupten, dass es mehr geritten hat als sein motorisierter Namensvetter. Denn im Film erlangte das 1-PS-Fahrzeug seinen Ruhm erst nach 3000 Meilen. Die Variante mit 360 PS brauchte nicht eine Meile um diesen zu erlangen. Allein durch sein nostalgisches Aussehen fand er in vielen Internetportalen ein Zuhause, erinnert er doch an Sportwagenidole der 20-30er Jahre, wie dem Bugatti Atlantic oder den Talbot Lago.
Doch die Hülle täuscht. Im Inneren befindet sich modernste Technik aus dem Mercedes SLK 55 AMG. Diese versorgt das Rennpferd mit satten 360 PS und 510 Newtonmeter Drehmoment, welche in einem 5,5 Liter großen V8-Paket schlummern. Weckt man sie, wird das Fahrzeug in 3,4 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt und tritt man weiter aufs Gaspedal hört diese Beschleunigung auch erst bei Tempo 250 auf. Davon konnten die alten Sportwagen nur träumen. Vergleicht man die Werte mit dem Mercedes-Modell fällt auf, dass dieser noch 1,5 Sekunden länger brauchte, was wohl nicht nur an den 115 Kilogramm weniger Last liegen kann, doch woran es liegt verraten die Schweizer leider nicht.
Leider hat dieses Modell einen Haken. Der fast utopische Preis. Mit 310.000 bis 445.000 Euro wird er im Internet diskutiert. Dieser wird auch nicht vom luxuriösen Innenraum gerechtfertigt, wohl eher vom einzigartigen Sammlerwert den dieses Fahrzeug bekommen wird.