Das Feld der Roadster ist groß. Mercedes und BMW haben Modelle in der Palette, und auch Porsche hat mit seinem Boxster ebenso einen. Nun aber stürmt ein ganz anderer dieses Segment. Einem den man es wohl kaum zugetraut hätte, in dieser Klasse mitzuhalten: Der Nissan 370Z Roadster. Nicht nur, dass er weitaus sportlicher ist als die Konkurrenz von Mercedes und BMW und mit dem Porsche Boxster mithalten kann, nein, er ist dabei auch noch viel günstiger als seine Freunde.
Nun, ein Jahr nach der Markteinführung, gibt es den Flitzer auch oben ohne als Cabrio. Dabei macht nicht nur das offene Dach den Nissan zu einem Schmankerl. Mit seinem Z-förmigen Rückleuchten, dem starken Wölbungen am Heck, welches weit nach oben gezogenen ist, und einen treuherzigem funkelnden Blick aus den eng liegenden Scheinwerfern zeigt es vollsten Roadster-Charakter. Neben dem Äußeren überzeugen auch das technische Zubehör, wie der auf Knopfdruck abrufbare S-Modus aktive Synchro Rev Control, welcher das Niveau der Drehzahl bei manuell vorgenommenen Schaltvorgängen mit Hilfe automatischer Zwischengasstöße auf das Optimum anpasst.
Auch seine Motorisierung ist mehr als ausreichend. Mit seinem 3,7-Liter-V6-Motor leistet er nicht zu verachtende 328 PS bei 363 Newtonmetern Drehmoment. Mit dieser Power schafft der Japaner den Sprint auf Tempo 100 in 5,9 Sekunden und hört erst bei Tempo 250 auf zu beschleunigen. Leider ist der durchschnittliche Verbrauch von 11,2 Liter nicht gerade niedrig, doch spart man beim Kauf ja schon genug, wenn man gleichwertige Konkurrenten vergleicht, um diesen zu kompensieren – ökologische Aspekte außen vor gelassen. Mit einem Grundpreis von 41.390 Euro ist das 6-Gang-betriebene Roadster-Cabrio nämlich ein echtes Schnäppchen.